Michael Philosophie: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 3. Juni 2025, 14:35 Uhr
Philosophische Gedanken, Zitate und Verweise
angesammelt ab ca. 2020
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Bewusstsein
Erinnerungen sind heute. siehe Max Frisch, "Bin"
Der Verlauf einer Entwicklung setzt keine Absicht, kein Bewusstsein voraus, es ist einfach. Nur durch den Willen eines Bewusstseins gibt es eine Absicht, ein Warum.
Wenn ich frage, warum ich lebe, setze ich also voraus, dass ich von einem Schöpfer (von Gott) geschaffen wurde. Wenn Gott nicht eine bewusste Instanz mit einem Willen ist, dann gibt es keinen Grund für meine Existenz, es ist einfach.
Wenn Gott ein Teil des Menschen, des Geistes aller Menschen ist, dann ist er keine bewusste Instanz, und auch für seine Existenz gibt es keinen Grund.
Nichtsdestotrotz sehe ich einen Sinn in Gott. Wenn nicht Gott die Welt erschaffen hat sondern auch er selbst von der Welt erschaffen wurde, dann bin ich ihm nicht verantwortlich, aber ich will ihm (seinem Geist) trotzdem dienen.
Meine Gewohnheiten bestimmen mein Handeln, solange ich es geschehen lasse. Mein freier Wille besteht darin, die Gewohnheit zu durchbrechen und meine Gewohnheiten zu ändern oder entgegen meiner Gewohnheiten zu handeln.
Bewusstsein, das Ich, beginnt mit der Erkenntnis seiner selbst, dem Willen, dem Urteil über andere/s.
Die Tage schreiten voran, ob du das eine oder das andere tust. Also nutze die Tage so, wie du es für dich willst.
Mit Demenz hat man weiterhin Bewusstsein, aber zusehends nur noch die alten Erinnerungen, Gewohnheiten und eingeübten Fertigkeiten und kaum noch neue.
Irgendwann mit Demenz leben? Meine Strategie: schriftlich merken, und das rechtzeitig angewöhnen!
Sinn des Lebens
Den Willen hat der Mensch sich selbst gegeben, denn der ist er selbst.
Den Sinn des Lebens kann man nicht entdecken, sondern man muss ihn dem Leben selbst geben. Karl Popper
Man muss sich für Schönes immer wieder neu begeistern, auch wenn man es schon kennt.
Sehe ich das Schöne im Leben, dann muss ich mich nicht nach anderen Orten sehnen.
Ohne Motivation und Ziele ist das Leben langweilig, Erleben und Genießen allein füllt nicht aus.
Glaube und Gott
Gibt es einen Gott? Würdest du dein Leben nicht ändern, erübrigt sich die Frage. Wenn ja, dann brauchst du einen Gott. sh. B. Brecht, "Hr. Keuner"
Glaube kann Berge versetzen.
Die Seele ist die Vorstellung, die der Körper von sich selbst entwickelt. Spinoza
Meine Gedanken zu Glaube und Pantheismus:
Der Geist ist immateriell, ist individuell oder kommun. Er muss nicht lebend sein, er kann z.B. auch als Stil, als Denkweise auftreten.
Die Seele ist individuell, ans Leben (oder ans Jenseits) gebunden.
Gott ist Geist, ist in uns allen, in jedem Menschen. Gott ist aber nicht individuell, hat kein Bewusstsein.
Gedanken und Bewusstsein sind physische Vorgänge im Gehirn, also körperlich bedingt und sterblich. Die Seele ist eine nicht körperliche Idee, die von anderen erlebt werden und nach dem Tod fortbestehen kann. Die Seele bezieht sich nicht auf Wörter und Begriffe, und besteht darin, wie man sich verhält.
Alter und Tod
Das Leben ist nicht kurz. Das Leben, das noch vor mir steht, könnte kurz sein.
Das Alter ist eine fortlaufende Lotterie mit Krankheit, Gebrechlichkeit und Demenz in der Lostrommel und geistiger und körperlicher Fitness als Hauptgewinne.
Die Freude am Leben hört nicht auf, wenn man alt ist. Vielmehr ist man alt, wenn die Freude am Leben aufhört.
Leben nach dem Tode:
vernünftig: kein Bewusstsein, die Ewigkeit des Gewesenen, eine Mystifikation,
christlich: Geburt ohne Fleisch, weil wir gewesen sind, ohne Schmerzen, in Ewigkeit
2. Bild: Bewusstsein aber nur Wiederholungen des Lebens, kein neues Verständnis
Max Frisch: Triptychon
Angst vor dem Tode ist nur Angst vor der Ungewissheit. Wer sich dem Schicksal anvertraut, der ist befreit. Sich fallen lassen, dann ist man frei von Angst. H. Hesse, Klein und Wagner
Wenn man die bewusste Zeit strecken könnte (immer seltener aber endlos), hätte man nicht mehr Lebenszeit, aber das Gefühl, nicht zu sterben. Warum? Schlafen gehen erscheint auch nicht wie Tod.
Gesellschaft und Beziehung
Not und Langeweile sind Pole des menschlichen Elends Schopenhauer
Weil die Natur uns Sex als Urtrieb gegeben hat, pflanzen wir uns fort, Sex ist also notwendig und sinnvoll, nicht zu verdammen. Aber Sex ist wie eine Droge. Wie bei anderen Drogen kann der Umgang damit exzessiv und besinnungslos sein, oder asketisch, oder auch kultiviert und genussvoll.
Durch Zurückgezogenheit wird man empfindlich. Darum mit Abstand in Gesellschaft bleiben.
Ich analysiere mein eigenes Verhalten psychologisch und bekomme Verständnis, kann dadurch Emotionen überwinden.
Ihr Männer müsst verstehen, dass man eine Frau lieben muss, und nicht, dass man sie verstehen muss. Das ist das, was es zu verstehen gilt. Osho, The Book of Women: Wie man Frauen versteht